Geschichte

Die Gründung: Aller Anfang ist schwer

Nachdem in der Umgebung schon viele Fußballclubs existierten, dachte der Kleinwarasdorfer Hans Karall über die Gründung eines eigenen Vereins nach. Leider war es nicht leicht, gewillte Leute zu finden und sie zu motivieren, denn die Zweifel an der Geburt eines eigenen Fußballvereins in einem kleinen Dorf war sehr groß. Zudem müssten Kleinwarasdorfer Fußballspieler, die bereits bei anderen Vereinen tätig waren (z.B.: Kr. Minihof, Nikitsch oder Großwarasdorf), zurück geholt werden.

Doch die Bemühungen von Hans Karall wurden belohnt, und so waren im Dezember 1977 erste Gehversuche erkennbar. Als Vereinsfarben wurden damals ohne große Überlegungen Gelb und Blau gewählt.

Die ersten Spiele bestritt der SCK 1978. In den Jahren 1978/79 spielte der Verein in Testspielen außschließlich auswärts gegen Vereine der 2. Klasse. Aller Anfang ist schwer: In der ersten offiziellen Saison (1979/80) wurde der SCK zwar von 14 Mannschaften Letzter, aber bereits in der darauffolgenden Saison war eine deutliche Steigerung des Vereins sichtbar und man erreichte überraschend den 9. Platz. Da man noch keinen eigenen Fußballplatz zur Verfügung hatte, absolvierte man damals die „Heimspiele“ in Kr. Geresdorf und ein Jahr danach in Großwarasdorf.

Nun zerbrachen sich die Verantwortlichen den Kopf über einen eigenen Sportplatz. Drei mögliche Plätze kamen in Frage, jeder mit seinen eigenen Vor- aber auch Nachteilen, welche die Entscheidung zur Errichtung einer eigenen Spielstätte schwierig gestalteten. Zusammen mit der Gemeinde wurde schlussendlich das Grundstück hinter der Kleinwarasdorfer Volksschule gewählt. Somit fanden ab der Saison 1981/82 die Heimspiele endlich in Kleinwarasdorf statt. Die Umkleidekabinen befanden sich zu dieser Zeit noch im Keller der Volksschule.

In den folgenden Jahren nahmen Verein und der Sportplatz selbst immer mehr Gestalt an:
Da die meisten Spieler meist erst spät von ihrer Arbeit zurückkehrten, war es oftmals nicht möglich abends zu trainieren. Aus diesem Grund wurden 1984 unter Eigenregie Flutlichter mit sechs Masten errichtet und im darauffolgenden Jahr baute man eine eigene Kantine.

Erste sportliche Erfolge

Eine gewisse Zeit lang hielt sich der SCK in der 2. Klasse im Mittelfeld der Tabelle auf, ab 1994 spielte man im ersten Drittel mit und nahm sogar am Titelkampf teil. In der Saison 1997/98 war es dann endlich soweit, man holte zum 1. Mal den Meistertitel der 2. Klasse Mitte. Von da an spielte der Verein 5 Jahre in der 1. Klasse, bis man 2003 als 2. Platzierter den Aufstieg in die 2. Liga schaffte. Dieses Ereignis stellt einen der Höhepunkte der Vereinsgeschichte dar. Unglücklicherweise stieg der Verein trotz zahlreicher guter Spiele in der darauffolgenden Saison wieder ab. Danach spielte man wieder in der 1. Klasse, bis man im Jahre 2007 in die 2. Klasse abstieg.


Als weiteres Highlight neben den Aufstiegen in die 1. Klasse bzw. 2. Liga gewann man im Jahr 2000 vor heimischer Kulisse sensationell den Kroaten-Cup. Sage und schreibe 800 Zuschauer sahen sich das Finale gegen Neuberg (2:0) an. Unter den prominenten Zuschauern im Publikum befanden sich unter anderem ÖVP-Politiker Niki Berlakovich sowie der damalige Nationaltrainer Österreichs, Otto Baric. Nach dem Sieg gratulierete Baric jedem einzelnen Spieler zu diesem großen Erfolg.


SCK in der Halle

Sehr stark spielte der SC Kleinwarasdorf auch in der Halle: Insgesamt 4x war der Club bei den Burgenländischen Hallenmasters, dem größten Hallenturnier des Bundeslandes, dabei. In den Jahren 1998-2001 fand das Turnier in Oberwart statt. Im Jahre 2003/04, als das Turnier in Neusiedl ausgetragen wurde, schaffte man es sogar bis ins Finale, wo man dann sich allerdings knapp mit 0:2 gegen den damaligen Regionalliga-Ost Meister Parndorf geschlagen geben musste. Trotz des verlorenen Finales war es ein großer Erfolg für die Mannschaft, die dank der erbrachten Leistung viel positive Anerkennung und Lob erntete.

Im Hallenturnier des FC Juvina Deutschkreutz, an dem sechzehn Mannschaften teilnehmen, konnte man sich zweimal als Sieger durchsetzen. Bei diesem Turnier waren neben Gastgeber Deutschkreutz viele weitere starke Vereine, wie z.B. der Regionalligas-Ost Meister Mattersburg oder Horitschon vertreten. Anmerkung: Bei Mattersburg spielten Spieler wie Michael Mörz, Thomas Wagner, Parapatits und Borenitsch, die auch in der Österreichischen Bundesliga spielen bzw. spielten.


Sport ist nicht alles

Zu den unterhaltsamen Veranstaltungen des SC Kleinwarasdorf gehören unter anderem das Zeltfest (mit musikalischer Untermalung u.a. von Whaterloo, Stoakogler, White Stars, Regenbogen), Theateraufführrungen, Preisschnapsen, Nikolausumzug, Mondscheinwanderung und der alljährliche Sportlerball.